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Sauer macht lustig – oder das Mysterium vom Säureschutzmantel

Im letzten Artikel konnten wir feststellen, wie wichtig es ist, unseren Körper in einem basischen Milieu zu halten um Krankheiten abzuwehren. Inwiefern wir auch von außen auf unseren Körper basisch einwirken können, wollen wir heute betrachten.

Neun Monate wächst der Mensch im Mutterleib im basischen Fruchtwasser mit einem pH-Wert von 8,5 auf. Seine Haut ist bei der Geburt basisch. Nie mehr ist er so gesund und riecht so angenehm wie bei seiner Geburt. Erst durch den eigenen Stoffwechsel und die dabei entstehenden Säuren welche auch über die Haut, unserem größten Ausscheidungsorgan, ausgeschieden werden, entsteht ein saures Hautmilieu. Sie ist kein „Säureschutzmantel“ sondern die saure Müllabfuhr unseres Körpers, die es nun gilt wieder zu entfernen, damit neue Säuren ausgeschieden werden können. Ein saures Hautmilieu jedoch mit einem pH von 5 bis 6, wie es für unsere Zeit heute üblich ist, bildet einen guten Nährboden für Pilze, Flechten, Hautallergien, Hautjucken, Akne und ist zudem übel riechend.

Bis in die siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war die Körperpflege basisch. Man nahm Seife. Seife ist basisch! In der Altenpflege wurde sogar die besonders basische, flüssige Schmierseife genommen, die eine Lauge mit einem pH-Wert von 9,5 bis 10 hat. Da gab es kein Durchliegen bei so genannten Pflegefällen.

Heute geht es in der Körperpflege genau andersherum. Da erfolgt „Hautpflege“ oftmals mit extrem sauren Körpermilchen mit pH-Werten von sage und schreibe 5 und darunter. Das ist hundertmal so sauer wie ein optimaler pH-Wert der Haut von ca. pH 7 und mehr als tausendmal so sauer wie der pH-Wert von 8 einer optimalen Körperpflege.

Die Möglichkeiten der basischen Körperpflege sind jedoch beeindruckend. Sie alle haben das Ziel, unter Benutzung des Osmosegesetztes den Körper anzuregen, aus dem sauren Milieu seiner Zellen und Säfte Säuren und Schlacken in das ihn umgebende basische Milieu abzugeben. Das tut er nur zu gerne. Man nehme einmal drei Messungen des Badewassers vor: Dieses hat nach dem Einlassen des Wassers einen pH-Wert von ca. 7. Jetzt geben wir einige Essl. Basensalz oder Natron hinein, und haben einen pH-Wert von ca. 8,5. Steigt nach einer Stunde Badedauer unser verschlackter Zeitgenosse hinaus, dann messen wir zu unserem Erstaunen Werte um pH 8 bis 7,5. Das Wasser ist also genau 10x so sauer wie vorher. Die Säure ist also aus dem Körper in das Wasser ausgeschieden worden.

Basische Vollbäder können ein bis zwei Stunden und darüber genommen werden, da die Entschlackungsprozesse merklich erst nach sechzig bis neunzig Minuten laufen. Und die Haut wird noch nicht einmal schrumpelig. Ganz im Gegenteil! Sie fettet sich in Bädern mit pH-Werten von ca. 8,5 ständig selbst, da die Talgdrüsen angeregt werden.

Gleichermaßen hilfreich bei der Entschlackung sind basische Fußbäder von einer halben bis drei Stunden Dauer. Ebenso sind sie einzusetzen gegen Krampfadern/Besenreiser, offene Beine, Fußpilz, Nagelpilz, Warzen, Hornhaut, Fersensporn, Ödeme u.s.w.. Gute Erfolge haben wir persönliche damit bei einer beginnenden Migräne erzielt.

Wie wir sehen können, lohnt es sich häufig zu baden und auf den „ach so gut riechenden“ Badezusatz zu verzichten. Und wer möchte kann es ja zusätzlich mit ein paar Spritzer eines guten ätherischen Öles aus dem Bioladen probieren. Oder wie wäre es an Stelle der sonst üblichen Cremes und Lotionen mit einem 100%igen Mandelöl aus dem Supermarkt oder vom Chinesen (besonders preiswert). Es ist absolut geruchsneutral. Zieht gut in die Haut ein und hält sie geschmeidig.

Mag der HERR uns helfen die einfachen Mittel, die er uns in der Natur bereitgestellt hat, sinnvoll zu gebrauchen

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Gabriele Röglin

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